Queerfilmnacht

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Bonnie & Bonnie

ein Film von Ali Hakim · DE 2019 · 90 Minuten · deutsche Originalfassung · mit Emma Drogunova, Sarah Mahita, Slavko Popadic, Kasem Hoxha, Emma Torner, Miguel Ribeiro Da Saude · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Oktober 2019

Yara lebt mit ihrem albanischen Vater und den drei Geschwistern in Hamburg-Wilhelmsburg. Neben ihrem Job im Supermarkt schmeißt sie den Familienhaushalt und vertreibt sich die Freizeit mit ihrer Clique. Als sie eines Tages auf der Straße der toughen Kiki begegnet, ist plötzlich nichts mehr wie zuvor. Während Yara eine neue, bislang ungekannte Freiheit entdeckt, erlebt Heimkind Kiki das erste Mal das Gefühl von Geborgenheit. Aber niemand darf von der Beziehung wissen, vor allem nicht Yaras konservativer Vater, der schon einen Ehemann für sie ausgesucht hat …

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Regisseur Ali Hakim erzählt die berührende Geschichte von zwei jungen Frauen, die wie ihre filmhistorischen Vorbilder Bonnie und Clyde ins Weite aufbrechen müssen, damit ihre Liebe eine Chance hat.

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Nevrland

ein Film von Gregor Schmidinger · AT 2019 · 90 Minuten · deutsch-englische Originalversion, teilweise mit deutschen Untertiteln · mit Simon Frühwirth, Paul Forman, Josef Hader u. v. a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im September 2019

Der 17-jährige Jakob wohnt mit seinem Vater und Großvater in einer kleinen Wohnung in Wien. Um sich etwas Geld für das anstehende Studium zu verdienen, jobbt er als Aushilfe in dem Schlachthof, in dem auch sein Vater arbeitet. Doch eine zunehmende Angststörung macht ihm das Leben immer schwerer. Eines Nachts lernt er in einem Sex-Cam-Chat den 26-jährigen Künstler Kristjan kennen. Aus dem Gespräch entwickelt sich eine virtuelle Freundschaft, und auch in der realen Welt kreuzen sich die Wege der beiden auf unheimliche Weise – ohne dass es zu einer richtigen Begegnung kommt. Nach einem schweren Schicksalsschlag nimmt Jakob allen Mut zusammen und verabredet sich mit dem mysteriösen Fremden. Als die beiden sich in Kristjans Wohnung treffen, hat Jakobs Reise nach Nevrland und zu den Wunden seiner Seele längst begonnen …

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Bildgewaltig und atmosphärisch dicht zeigt Regisseur Gregor Schmidinger in seinem ersten Langfilm NEVRLAND den Prozess des sexuellen Erwachens und der Selbstfindung als existentiellen Trip, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fantasie immer mehr verwischen. Neben Newcomer Simon Frühwirth, der in der Rolle des Jakob als Darsteller debütiert, glänzt der österreichische Star-Kabarettist und Schauspieler Josef Hader als Jakobs stoischer Vater. Ein tiefenpsychologisch fundierter Coming-of-Age-Film über den Mut, man selbst zu sein, und die gewaltige Angst, die oft davor liegt.

 

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www.salzgeber.de/nevrland

 

 


 

Heute oder morgen

Ein Film von Thomas Moritz Helm · DE 2019 · 94 Minuten · deutsch-englische Originalfassung, teilw. mit deutschen Untertiteln · mit Paula Knüpling, Maximilian Hildebrandt, Tala Gouveia u. v. a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im August 2019

Sommer in Berlin. Maria und Niels lieben sich, das Leben und die Freiheiten, die sie sich gegenseitig geben. Ihre Tage sind lang, die Nächte noch länger. Was morgen ist, interessiert nicht, es zählt nur der Moment. Dann treffen die beiden auf Chloe. Maria wagt den ersten Schritt, aus einem Flirt entwickelt sich schnell eine intensive Romanze zwischen den beiden jungen Frauen. Niels wird Teil davon – und verfällt Chloe ebenso. Eine Ménage-à-trois, in der alles lustvoll ist. Doch dann stellt eine unerwartete Nachricht die Gefühle der drei Liebenden auf eine harte Probe …

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In seinem sinnlichen Debütfilm erzählt Thomas Moritz Helm ein modernes Berliner Sommermärchen fernab von konservativen Moralvorstellungen. Im Zentrum stehen drei junge Menschen, die nach einer neuen Definition von Liebe und Beziehung suchen, die sich für sie richtig anfühlt. In den Hauptrollen glänzen die Nachwuchsdarsteller*innen Paula Knüpling, Maximilian Hildebrandt und Tala Gouveia. Nach seiner gefeierten Weltpremiere auf der diesjährigen Berlinale startet der Film am 19. September im Kino und ist im August bereits in der queerfilmnacht zu sehen.

 

 

www.salzgeber.de/heuteodermorgen

 

 


 

Messer im Herz

ein Film von Yann Gonzalez · FR 2018 · 102 Minuten · FSK 12 · Französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit VANESSA PARADIS, NICOLAS MAURY, KATE MORAN, Félix Maritaud, Jonathan Genet, Khaled Alouach u. v. a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Juli 2019

Paris, Sommer 1979. Filmemacherin Anne (Vanessa Paradis) verdient ihr Geld als Regisseurin und Produzentin drittklassiger Schwulenpornos. Als sie von ihrer Freundin Loïs (Kate Moran) verlassen wird, beschließt Anne die Geliebte, die zugleich die Cutterin ihrer Filme ist, mit einem ambitionierten Filmprojekt zurückzugewinnen. Doch eine brutale Mordserie überschattet den Dreh: Ein mysteriöser Killer dezimiert, bewaffnet mit einem Dildo mit Schnappklinge, Cast und Crew. Als die polizeilichen Ermittlungen nicht vorankommen, will Anne dem Mörder selbst eine Falle stellen. Doch ihr Plan bringt das verbleibende Team in größte Gefahr ...

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Nach seinem sinnlich-surrealen Debütfilm "Begegnungen nach Mitternacht" (2013) entwirft der französische Regisseur Yann Gonzalez einen wilden und höchstreferen-tiellen Genre-Mix aus blutigem Giallo-Schlitzer, düsterem Psycho-Thriller und frivolem Erotik-Melodram, der zugleich liebevolle Hommage an das französische Schwulenporno- und Undergroundkino der 70er Jahre ist. In sein cinephiles Labyrinth der Lüste und Traumata schickt er zur betörenden Musik der Elektronikband M83 neben Superstar Vanessa Paradis einige der aufregendsten jungen Darsteller Frankreichs, darunter Nicolas Maury und Félix Maritaud ("Sauvage"). Bei seiner Uraufführung im Wettbewerb von Cannes wurde Gonzalez‘ bildgewaltiger Filmrausch als radikales Meisterwerk gefeiert. Es folgten zahlreiche Preise, u.a. der renommierte Prix Jean Vigo, Frankreichs wichtigste Auszeichnung für junge visionäre Filmkunst.

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www.salzgeber.de/messerimherz

 

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Before Stonewall

ein Film von Greta Schiller, Robert Rosenberg und Andrea Weiss · USA 1984 · 87 Minuten · s/w und Farbe · englische OF mit deutschen UT · FSK 12 · im Verleih der Edition Salzgeber

JUNI-Special: 50 Jahre "Stonewall-Inn"

Der Aufstand in der New Yorker Bar Stonewall-Inn am frühen Morgen des 28. Juni 1969 gilt als Ur-sprungsmythos des schwul-lesbischen Aktivismus im Kampf um eigene Rechte und gesellschaftliche Anerkennung – und wird heute auf der ganzen Welt am Christopher-Street-Day gefeiert. War Stonewall aber tatsächlich der Urknall homosexuellen Selbstbewusstseins? Greta Schiller zeigt mit ihrem Dokumentarfilm aus dem Jahr 1984, dass auch dieses zentrale Ereignis eine Vorgeschichte hatte und in die aufgeheizte politische Stimmung der 1960er Jahre eingebettet werden muss. Anhand von Fotografien, Filmausschnitten und Zeitzeugeninterviews gewährt BEFORE STONEWALL Einblicke in die Lebenswirklichkeiten US-amerikanischer Homosexueller von den 1920er Jahren an. So wird deutlich, dass die Zeit vor Stonewall eine manchmal beschwingt schöne, ansonsten jedoch überaus angespannte Zeit für Schwule und Lesben war. Die Möglichkeit zu einem selbstbestimmten Leben, wie es LGBTs heute zumindest in Teilen der westlichen Welt führen können, ist auch dem mutigen Engagement der Protagonisten von damals zu verdanken.

"Der Kochbuch-Film zu unserer Geschichte. Ein absolutes Muß!" Manfred Salzgeber

 

 

 

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Studio 54 - The Documentary

ein Film von Matt Tyrnauer · USA 2018 · 99 Minuten · FSK 12 · Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Steve Rubell, Ian Schrager, Liza Minelli, Michael Jackson, Andy Warhol u. v. a. · im Verleih von Weltkino

Im Juni 2019

Wilde Partys, Drogenexzesse und hemmungsloser Sex – der New Yorker Nachtclub Studio 54 war das leuchtende Symbol für die Exzentrik und das Lebenshochgefühl der 1970er. Mit seinen ausschweifenden Feiern zog er Weltstars wie Michael Jackson, Andy Warhol und Liza Minelli in seinen Bann. Die beiden Gründer Steve Rubell und Ian Schrager kamen aus dem Nichts als sie den Club im April 1977 mitten im Theaterviertel Manhattans eröffneten.

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Zum ersten Mal erzählt Schrager nun vom Aufstieg und Niedergang des Mythos Studio 54. Regisseur Matt Tyrnauer zeichnet ein lebendiges Porträt des bekanntesten Clubs der Welt und erzählt dabei auch die Geschichte zweier Freunde, die trotz einer Reihe von Hochs und Tiefs stets zusammenhielten.

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"Ein mitreißender und intimer Blick auf den großartigsten Club New Yorks." Indiewire
"Unwiderstehlich" New York Times
"Glitzert wie eine Discokugel." Time Out

 

 

 


 

JONAS -
VERGISS MICH NICHT!

ein Film von Christophe Charrier · FR 2018 · 82 Minuten · deutsche Synchronfassung · mit Mit Félix Maritaud, Nicolas Bauwens, Tommy-Lee Baïk, Aure Atika, Marie Denarnaud, Pierre Cartonnet, Ilian Bergala · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Mai 2019

Jonas ist 33, lebt im südfranzösischen Toulon und arbeitet als Krankenträger. In seiner Freizeit lässt er sich von einem Sexdate zum nächsten treiben, nachts zettelt er in Clubs regelmäßig Streit an. Als ihn sein Exfreund aus der Wohnung schmeißt, fährt Jonas auf seinem Motorrad scheinbar ziellos durch die Straßen. Er kann nicht vergessen, was vor 18 Jahren mit ihm passiert ist. Er kann Nathan nicht vergessen, den coolen Jungen mit der Narbe im Gesicht, der im neuen Schuljahr plötzlich neben ihm saß und ihm kurz darauf seinen ersten Kuss gab. Der irgendwie erwachsener und mutiger war als er. Und den er in einer verhängnisvollen Nacht für immer verlor. Um selbst weiterleben zu können, muss sich Jonas endlich seiner Vergangenheit und seinen Wunden stellen.

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Christophe Charrier verknüpft in seinem ersten Langfilm virtuos zwei Zeitebenen miteinander, auf denen er vom schwulen Heranwachsen im Frankreich der 90er, der ersten großen Liebe, von Scham, Schuld und einem gewaltigen, alles verzehrendes Trauma erzählt, das nach und nach an die filmische Oberfläche kommt wie die Erinnerung an einen düsteren Traum. In der Hauptrolle brilliert Félix Maritaud ("Sauvage", "120 BPM", "Messer im Herz"), einer der derzeit angesagtesten jungen Darsteller des europäischen Kinos.

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"Félix Maritauds Spiel ist von magnetischer Kraft!" (arte)

 

 

 

sissy-Besprechung zu "Jonas": "Paradise Lost" von Philipp Stadelmaier

 

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Konsequenzen

ein Film von Darko Štante · SI, AT 2019 · 95 Minuten · Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit MATEJ ZEMLJIČ, TIMON ŠTURBEJ, GAŠPER MARKUN, LOVRO ZAFRED u. a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im April 2019

Weil er sich nicht an Regeln halten kann, landet der 17-jährige Andrej erst vor Gericht und dann in einer Besserungsanstalt für Jugendliche. Unter den Teenagern dort dreht sich alles um Drogen, Sex und Gewalt. Und es herrscht eine klare Hackordnung, an deren Spitze der brutale und unberechenbare Gangleader Željko steht. Andrej und Željko geraten sofort aneinander, doch aus der Rivalität wird bald eine Kameradschaft, in der sich Andrej bis zu einem bestimmten Punkt unterordnet. Je länger die beiden Zeit zusammen totschlagen, desto mehr fühlt sich Andrej auch körperlich zu seinem Freund hingezogen. Željko teilt das Begehren - und weiß es gleichzeitig kaltblütig für seine Zwecke auszunutzen.

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Fesselnd und authentisch erzählt KONSEQUENZEN von aufkeimender Sexualität und Teenage Angst, von den rohen Impulsen des Heranwachsenens und den Unsicherheiten, die darunter liegen. Für seinen schonungslosen Debütfilm konnte Regisseur Darko Štante auf eigene Erfahrungen als Lehrer in einem slowenischen Jugendgefängnis zurückgreifen. Ein rauer, vor homoerotischer Potenz strotzender Coming-of-Age-Film, in dem die beiden Newcomer Matej Zemljič und Timon Šturbej mit gewaltigen Darstellungen glänzen.

 

 

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Freak Show

ein Film von Trudie Styler · US 2017 · 91 Minuten · Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Alex Lawther, Abigail Breslin, AnnaSophia Robb, Laverne Cox, Bette Midler u. a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im März 2019

Billy Bloom will nur eins in seinem Leben: fabelhaft sein! Für den frühreifen und sendungsbewussten Teenager heißt das, größten Wert auf die richtige Kleidung, auf Haare und Make-up zu legen, perfekten Sinn für den extravaganten Auftritt zu haben und vor allem nie langweilig und unbedingt anders zu sein als der schnöde Durchschnitt! In der konservativen US-Kleinstadtschule, in die ihn sein steinreicher Vater gesteckt hat, stößt Billy mit seinem Charisma auf breites Unverständnis und offenes Mobbing, vor dem ihm auch sein bester Freund Flip irgendwann nicht mehr beschützen kann. Nachdem ihn eine Gruppe homophober Mitschüler krankenhausreif geprügelt hat, holt Billy zum Gegenschlag aus: Er erklärt seine Kandidatur zur Homecoming Queen - und bereitet einen Auftritt vor, vor dem selbst Lady Gaga vor Neid erblassen würde.

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Als unscheinbare High-School-Komödie getarnt, erzählt FREAK SHOW mit entwaffnendem Humor, skurrilen Nebenfiguren und ganz viel Herz die Außenseitergeschichte eines sonderbaren Jungen als berührendes nicht-heterosexuelles Selbstermächtigungs-Märchen. In Trudie Stylers Regiedebüt glänzen neben dem britischen Nachwuchsstar Alex Lawther ("Departure", "The End of the F***ing World") auch Abigail Breslin ("Little Miss Sunshine") als biestige Chef-Cheerleaderin und Schauspielikone Bette Midler als Billys exzentrische und trinkfeste Mutter Muv. Eine mitreißende Hymne gegen die Diktatur der Angepassten und für die Magie des schillernden Andersseins.

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Der verlorene Sohn

ein Film von Joel Edgerton · USA 2018 · 115 Minuten · deutsche Synchronfassung / Original mit Untertiteln · mit Lucas Hedges, Joel Edgerton, Nicole Kidman, Russell Crowe, Joe Alwyn, u. v. a. · im Verleih von UNIVERSAL PICTURES INTERNATIONAL GERMANY

Februar-Special:

"Der verlorene Sohn" erzählt die ergreifende und wahre Geschichte des neunzehnjährigen Jared (Lucas Hedges), der in einem Baptistenprediger-Haushalt in den amerikanischen Südstaaten aufwächst. Als sein streng gläubiger Vater (Russell Crowe) von der Homosexualität seines Sohnes erfährt, drängt er ihn zur Teilnahme an einer fragwürdigen Konversionstherapie. Vor die Wahl gestellt, entweder seine Identität oder seine Familie und seinen Glauben zu riskieren, lässt er sich notgedrungen auf die absurde Behandlung ein. Seine Mutter (Nicole Kidman) begleitet Jared zu der abgeschotteten Einrichtung, deren selbst ernannter Therapeut Viktor Sykes (Joel Edgerton) ein entwürdigendes und unmenschliches Umerziehungsprogramm leitet.

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Basierend auf dem gefeierten, autobiografischen Roman Boy Erased von Garrard Conley, erzählt das starbesetzte Drama eindrucksvoll von den erschütternden Zuständen im Bible Belt der USA. Und vom mutigen Kampf eines jungen Mannes gegen Homophobie und für ein selbstbestimmtes Leben.

Nach The Gift ist "Der verlorene Sohn" die zweite Regiearbeit des australischen Schauspielers Joel Edgerton, der vor und hinter der Kamera immer wieder ein besonderes Gespür für die inneren Kämpfe von Außenseitern gezeigt hat. In einem Film, der ein leidenschaftliches Plädoyer gegen die fragwürdigen Praktiken der Umerziehung ist, hat er selbst mutig die Rolle des unnachgiebig fanatischen Therapeuten übernommen. Darüber hinaus hat er auch das Drehbuch geschrieben und fungiert als Co-Produzent.

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Das beeindruckende Ensemble wird von den befreundeten Down-Under-Hollywood- Stars Nicole Kidman und Russell Crowe angeführt, die hier zum ersten Mal gemeinsam vor der Kamera stehen. Nach berührenden Auftritten in Manchester By the Sea, Lady Bird und Three Billboards outside Ebbing, Missouri brilliert Lucas Hedges hier in der Hauptrolle. Eine zutiefst bewegende und zugleich universelle Geschichte.

 

 

 


 

Just Friends

ein Film von Ellen Smit · Buch: Henk Burger · NL 2018 · 78 Minuten · Niederländische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Majd Mardo, Josha Stradowski, Jenny Arean, Tanja Jess, Nazmiye Oral, Melody Klaver u. a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Februar 2019

Yad hat gerade sein Medizinstudium in Amsterdam geschmissen und kommt für den Sommer über in die holländische Kleinstadt, in der seine syrisch-stämmigen Eltern leben. Fernab vom wilden Partyleben der Metropole will er sich hier über seine Zukunft klar werden. Und weil er in seinem alten Job als Surflehrer nicht mehr unterkommt, verdient er sich als Haushaltskraft bei der rüstigen alten Dame Ans etwas Geld dazu. Eines Nachmittags sitzt Ans attraktiver Enkel Joris am Tisch. Obwohl die beiden auf den ersten Blick recht unterschiedlich wirken - Yad genießt das Leben in vollen Zügen, Joris achtet verbissen auf seinen Körper und verbringt seine Zeit am liebsten im Fitnessstudio - knistert es sofort zwischen ihnen. Nach ersten Startschwierigkeiten lassen sie zusammen Drohnen steigen, daten stilecht im American Diner und versuchen zu surfen, ohne zu nass zu werden. Als sich der Sommer dem Ende zuneigt, müssen Joris und Yad entscheiden, ob aus dem Flirt mehr werden kann, oder ob sie doch nur Freunde bleiben …

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Ellen Smit und Henk Burger lassen in ihrer rasant geschriebenen romantischen Komödie nicht nur ein hinreißendes Paar zueinanderkommen, sondern auch einer ganze Reihe herrlich skurriler Nebenfiguren auftreten. In JUST FRIENDS geht es nicht nur um die große Liebe, sondern auch ganz nebenbei um richtige und falsche Zukunftspläne, überbesorgte und unbekümmerte Mütter, kulturelle Vorurteile, unverarbeitete Trauer und den Abschied von der Kindheit. Ein umwerfend charmanter queerer Sommerfilm.

 

 

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Rafiki

ein Film von Wanuri Kahiu · KE 2018 · 83 Minuten · Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Samantha Mugatsia, Sheila Munyiva, Jimmi Gathu, Nini Wacera u. a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Januar 2019

„Gute kenianische Mädchen werden gute kenianische Ehefrauen“ – Kena lernt schon früh, was von Mädchen und Frauen in ihrem Heimatland erwartet wird: artig sein und sich dem Willen der Männer fügen. So wird auch ihre alleinerziehende Mutter dafür verantwortlich gemacht, dass ihr Mann sie für eine jüngere Frau verlassen hat. Doch die selbstbewusste Kena lässt sich nicht vorschreiben, wie es zu leben hat. So freundet sie sich auch mit der hübschen Ziki an, obwohl ihre Väter politische Konkurrenten sind. Das Gerede im Viertel ist den Mädchen zunächst ziemlich egal. Doch als sich Kena und Ziki ineinander verlieben, müssen sie sich entscheiden: zwischen der vermeintlichen Sicherheit, ihre Liebe zu verbergen, und der Chance auf ihr gemeinsamen Glück.

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Rafiki – der Titel bedeutet auf Suaheli „Freund(in)“ – ist der erste kenianische Film, der bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurde. In Kenia selbst, wo Homosexualität noch immer unter Strafe steht, wurde der Film zunächst mit einem Aufführungsverbot belegt, das erst nach einer Klage der Regisseurin gelockert wurde. Basierend auf der preisgekrönten Kurzgeschichte „Jambula Tree“ (2008) der ugandischen Autorin Monica Arac de Nyeko, erzählt Rafiki von einer afrikanischen Jugend, die entschlossen gegen Homophobie, religiöse Dogmen und die Strenge der Eltern aufbegehrt. Ein mitreißender Film, der vor Freiheitsliebe und Lebensfreude in strahlenden Farben leuchtet.

 

 

www.salzgeber.de/rafiki

 

 


 

Princess Cyd

ein Film von Stephen Cone · USA 2017 · 97 Minuten · englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Marika Mashburn, Jessie Pinnick, Paul Fagen u. a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Dezember 2018

Die 16-jährige Cyd besucht in den Sommerferien ihre Tante Ruth, eine bekannte Schriftstellerin, in Chicago. Die beiden haben sich seit dem Tod von Cyds Mutter vor vielen Jahren nicht gesehen. Und sie könnten unterschiedlicher kaum sein: Während Cyd den ganzen Tag Fußball spielen und sich im Garten sonnen möchte, sitzt Ruth am liebsten hinterm Schreibtisch und arbeitet an ihren Texten. Auch beim Thema Liebe haben sie andere Ansätze: Cyd erkundet gerade ihr sexuelles Begehren, hat Sex mit dem Nachbarsjungen und verliebt sich in die smarte Kellnerin Katie. Ruth hingegen ist Langzeit-Single und hat scheinbar kein Bedürfnis, daran etwas zu ändern. Als Cyd ihre Tante aus der Liebesreserve locken will, erklärt Ruth ihr ein paar Dinge über das Glücklichsein.

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In seinem neuen Film porträtiert Regisseur Stephen Cone ("Einen Freund zum Geburtstag", 2015) mit feinem Gespür für kleine Gesten, Blicke und Zwischentöne zwei komplexe Frauenfiguren. In dem elegant geschrieben Film beeindrucken Rebecca Spence als empathische und selbstbestimmte Frau in den besten Jahren und Nachwuchstar Jessie Pinnick als Teenager auf der Suche nach einer Identität, die sich richtig anfühlt. Ein berührender Film über weibliche Sensibilität, Sexualität und Befreiung.

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"Eine liebevolle Komödie über das Erwachsenwerden mit dem Herz am richtigen Fleck" (The Village Voice)

 

"Genau so müssen starke weibliche Filmfiguren aussehen!" (Indiewire)

 

 

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Sauvage

ein Film von Camille Vidal-Naquet · FR 2018 · 99 Minuten · französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Félix Maritaud, Éric Bernard, Nicolas Dibla, Philippe Ohrel · im Verleih der Edition Salzgeber

Im November 2018

Léo ist 22, lebt in Straßburg und verkauft seinen Körper. Nachts lässt er sich durch die Stadt treiben, tagsüber schläft er irgendwo für ein paar Stunden. Wenn es Ärger mit Freiern gibt, hilft ihm sein bester Freund Ahd. Aber der Partner, nach dem Léo sich sehnt, der Mann, in dessen Armen er einschlafen darf, kann Ahd nicht für ihn sein. Léos rastlose Suche geht immer weiter. Sein Herz schlägt wild dabei.

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Der Debütfilm von Regisseur Camille Vidal-Naquet steht mit seiner zarten Rohheit in der stolzen Tradition der empfindsamen Stricherfilme von Patrice Chéreau („Der verführte Mann“), André Téchiné („Ich küsse nicht“), Gus Van Sant („My Private Idaho“) und Robin Campillo („Eastern Boys“). Für seine kompromisslose Darstellung eines jungen Mannes zwischen Verlorenheit, körperlicher Selbstausbeutung und einer unstillbarer Sehnsucht nach menschlicher Nähe wurde Léo- Darsteller Félix Maritaud („120 BPM“) bei dem Filmfestspielen in Cannes mit dem Rising Star Award der Louis Roederer Foundation ausgezeichnet und als neue Hoffnung des französischen Kinos gefeiert. Ein intensives, zutiefst berührendes Porträt.

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GIRL

ein Film von Lukas Dhont · Belgien 2018 · 105 Minuten · deutsche Synchronfassung · mit Victor Polster, Arieh Worthalter, Oliver Bodart, Tijmen Govaerts u. v. a. · im Verleih von Universum Film

Oktober-Special:

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Lara ist 15 und hat einen Traum: Sie will Balletttänzerin werden. Als sie an einer renommierten Akademie unter Vorbehalt angenommen wird, zieht sie mit ihrem Vater und ihrem kleinen Bruder nach Brüssel. Währenddessen versucht Lara noch einen zweiten Kampf zu gewinnen: Sie will sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen. Äußerlich ist sie bereits ein Mädchen, doch ihr Körper ist noch der eines Jungen. Ihr Vater unterstützt sie bei ihrem Vorhaben, begleitet seine Tochter bei jedem Schritt und ist für sie da, genau wie Psychologen und Ärzte. Doch der Leistungsdruck auf die junge Ballerina ist enorm und nebenbei wird Lara durch ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ins heiß-kalte Wasser der Pubertät geworfen. Das kräftezehrende Training zwingt Lara schließlich zur Selbstkasteiung, mit der sie wiederum ihre Operation aufs Spiel setzt. Ihre beiden großen Träume scheinen sich immer mehr zu widersprechen. Als die Ärzte ihr schließlich das Ballett verbieten, trifft Lara eine folgenschwere Entscheidung, mit der sie endgültig zur Frau werden will.

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Sorry Angel

ein Film von Christophe Honoré · FR 2018 · 132 Minuten · französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Vincent Lacoste, Pierre Deladonchamps, Denis Podalydès u. v. a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im oktober 2018

Paris, 1993. Der Schriftsteller Jacques ist Mitte 30, teilt sich das Sorgerecht für seinen kleinen Sohn Louis mit dessen leiblicher Mutter und versucht, sich das Leben nicht zu sehr von seiner HIV-Infektion diktieren zu lassen. Auf einer Lesung in der Bretagne lernt er den Nachwuchsfilmemacher Arthur kennen, der gerade beginnt, sich von den Fesseln der Provinz zu befreien. Arthur verliebt sich auf den ersten Blick in den geheimnisvollen Autor. Doch Jacques zögert, sich auf die Beziehung mit dem deutlich jüngeren Mann einzulassen. Auch weil er ahnt, dass ihnen dafür nicht mehr viel Zeit bleiben würde ...

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Christophe Honoré zählt seit seinen Kritikerlieblingen "Meine Mutter" (2004) und "Chanson der Liebe" (2007) zu den aufregendsten europäischen Regisseuren seiner Generation. Sein neuer Film, der im Wettbewerb von Cannes uraufgeführt wurde, ist ein intimes und generationenübergreifendes Zeitstück über das Leben in der Pariser Bohème in der Hochphase der Aids-Krise. In den Hauptrollen glänzen mit Pierre Deladonchamps ("Der Fremde am See") und Vincent Lacoste ("Jungs bleiben Jungs", "Eden") zwei Hoffnungsträger des jungen französischen Kinos.

 

Ein zärtlicher und zutiefst berührender Film über körperliche und intellektuelle Verführung, übers Jungsein und Altwerden, über die große Liebe und den Mut, bis zuletzt seinen Gefühlen zu folgen.

 

 

 

www.salzgeber.de/sorryangel

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TACKLING LIFE

ein Film von Johannes List · DE 2018 · 94 Minuten · deutsch-englische Originalfassung, teilw. mit deutschen Untertiteln · im Verleih der Edition Salzgeber

Im September 2018

Die Berlin Bruisers sind Deutschlands erstes schwules Rugby-Team - und spielerisch die schlechteste Mannschaft weit und breit! Aber das ist kein großes Problem, weil es Adam, Nico, Su und den anderen Mitgliedern nicht nur ums Gewinnen geht, sondern vor allem um das Gefühl der Zugehörigkeit, das ihnen die Bruisers geben. Im Film erzählen sie von den unterschiedlichen Lebenswegen, die sie zum Team gebracht haben, und von den Kämpfen gegen Vorurteile, die sie abseits des Platzes führen. "Tackling Life" zeigt die Bruisers bei schmerzhaften Niederlagen in der ostdeutschen Regionalliga und einem glorreichen Sieg in Madrid, beim Spendensammeln und beim Fotoshooting im Fummel, bei Anti-Mobbing-Seminaren und der rauschhaften Feier ihrer bisher besten Saison.

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"Tackling Life" ist das mitreißende Porträt einer Mannschaft, die zusammen schwitzt und feiert, lacht und weint, gewinnt und verliert. Ein Film gegen Stereotypen und über das Glück, nach langer Suche endlich eine Gemeinschaft gefunden zu haben, in der man der sein kann, der man wirklich sein möchte.

 

"Die Bruisers sind die schlechteste Rugby-Mannschaft in Berlin, und ich bin einer ihrer am wenigsten begabten Spieler. Ich hab mir noch nie Gedanken gemacht, dass das ein Problem sein könnte." (Jan "Su" Möllers)

 

 

 

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Postcards
From london

ein Film von Steve McLean · UK 2018 · 90 Minuten · englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Harris Dickinson u.a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im August 2018

Der bildhübsche Kleinstadtjunge Jim kommt nach London, um in der großen Stadt sein Glück zu finden. Doch schon in der ersten Nacht wird er ausgeraubt und muss auf der Straße übernachten. Dort hört er von "The Raconteurs", einer Gruppe von feingeistigen Männer-Escorts mit enzyklopädischem Wissen über die schönen Künste, die sich auf das geschliffene Gespräch vor und nach dem Sex spezialisiert haben. Jim schließt sich den Jungs an und steigt schnell vom naiven Anfänger zur gefragten Begleitung und Künstler-Muse auf. Mit seinem Aussehen könnte er es sogar zum größten Stricher-Star bringen, den London je gesehen hat. Wenn er nur nicht unter dem Stendhal-Syndrom leiden würden, das ihn beim Anblick wahrer Kunst in Ohnmacht und in Tableau vivants seines Lieblingsmalers Caravaggio fallen lässt. Doch Jims Übersensibilität eröffnet ihm auch ganz neue Möglichkeiten …

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Regisseur Steve McLean siedelt seine selbstironische Ode an die Kunst der käuflichen Liebe in einem hochstilisierten Soho der Gegenwart an, in dem Escorts als die einzig wahren Träger schwuler Kulturgeschichte gelten. Jims Coming-of-Age-Geschichte ist eng verwoben mit queeren Filmklassikern wie Pasolinis "Accatone", Fassbinders "Querelle" und Van Sants "My Own Private Idaho". Wichtigste Bezugspersonen sind aber Caravaggio - der erste Maler, der es wagte, Bettler und Huren zu Heiligen zu machen - und Derek Jarman, der das Leben des Künstlers kühn verfilmte. In der Hauptrolle glänzt der britische Nachwuchsstar Harris Dickinson, der seit Eliza Hittmans preisgekröntem Jugenddrama "Beach Rats" (2017) zu einem der aufregendsten Darsteller seiner Generation zählt.

 

 

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Zwischen Sommer
und Herbst

ein Film von Daniel Manns · DE 2017 · 96 Minuten · deutsche Originalfassung · mit Linn Reusse, Isabel Thierauch u.a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Juli 2018

Lena ist 17 und gerade mit der Schule fertig. Eigentlich müsste sie für die anstehende Führerscheinprüfung lernen. Stattdessen malt sie sich lieber aus, das heiß ersehnte Auslandspraktikum in Argentinien zu bekommen und danach zum Studieren nach Frankreich zu gehen. Doch als sie eines Nachts am Familienkühlschrank Jonas' neue Freundin Eva kennenlernt, geraten alle Pläne durcheinander. Eva ist 24, studiert Sozialpädagogik und bekommt von Lenas Vater direkt einen Schlüssel zum Haus. Aber statt mit Jonas verbringt sie immer mehr Zeit mit Lena, ohne dass die beiden genau sagen könnten, was da gerade zwischen ihnen passiert. Bis Eva Lena eines Tages küsst ...

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Regisseur Daniel Manns hat eine zarte, authentische Geschichte über das Erwachsenwerden und die erste große Liebe gedreht. In dem Film, der mit kleinem Budget, aber großer lokaler Unterstützung in Ostwestfalen gedreht wurde, spielen Linn Reusse ("Die rote Zora", 2008) und Isabel Thierauch Lena und Eva mit hinreißendem Charme als zwei junge Frauen, die beide erst die eigenen Unsicherheiten überwinden müssen, um als Paar eine Chance zu bekommen.

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Marvin

ein Film von Anne Fontaine · FR 2017 · 114 Minuten · französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · Finnegan Oldfield, Grégory Gadebois, Vincent Macaigne, Catherine Salée, Jules Porier, Catherine Mouchet, Charles Berling, Isabelle Huppert · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Juni 2018

Martin Clement, geboren als Marvin Bijou, ist entkommen. Dem Dorf seiner Kindheit. Der Tyrannei seines Vaters. Der Resignation seiner Mutter. Den Schikanen seiner Geschwister und Mitschüler. Allen, die ihn nicht verstehen wollten, weil er anders war als sie. Aber es gab auch Verbündete. Seine Lehrerin Madame Clement, die ihm die Welt des Theaters zeigte und deren Namen er voll Dankbarkeit annahm. Den Schriftsteller Abel Pinto, der ihn ermutigte, seine Geschichte aufzuschreiben. Und die Schauspielerin Isabelle Huppert, die sein Lebensstück mit ihm auf die Bühne bringen will. Martin ist bereit, für diese Aufführung alles zu riskieren. Sie soll zum endgültigen Zeugnis seiner Neuerfindung werden.

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Für ihr authentisches Porträt eines schwulen Jungen, der sich von seiner prekären Herkunft befreit und zu einer eigenen künstlerischen Stimme findet, wechselt Regisseurin Anne Fontaine zwischen Marvins traumatischer Vergangenheit in der ostfranzösischen Provinz und Martins verheißungsvoller Gegenwart in der Pariser Bohème hin und her. Die berührende Geschichte einer queeren Selbstermächtigung gegen alle sozialen und kulturellen Widerstände erinnert stark an Édouard Louis' Bestseller "Das Ende von Eddy" (2014), ist aber keine Adaption. Bei den Filmfestspielen in Venedig wurde der Film, in dem neben Newcomer Finnegan Oldfield ("Nocturama", 2016) mit Isabelle Huppert und Charles Berling auch zwei Stars des französischen Kinos glänzen, mit dem Queer Lion ausgezeichnet.

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Die Hütte am See

Ein Film von Mikko Makela · FI/UK 2017 · 107 Minuten · finnisch - englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Janne Puustinen, Boodi Kabbani, Mika Melender und Virpi Rautsiala · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Mai 2018

Leevi studiert in Paris Literaturwissenschaften und müsste in den Sommerferien eigentlich seine Abschlussarbeit über Arthur Rimbaud und Kaarlo Sarkia schreiben. Stattdessen kommt er zu Besuch nach Finnland, um seinem Vater, der mit dem Studium wenig anfangen kann und vom Schwulsein seines Sohnes nichts wissen möchte, bei der Renovierung des alten Ferienhauses zu helfen. Zur Hand gehen soll ihnen dabei der junge Syrer Tareq, der als Flüchtling nach Finnland gekommen ist. Als der Vater die beiden jungen Männer für einige Zeit alleine lässt, kommen sich Leevi und Tareq körperlich und emotional immer näher.

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Elegant verschränkt Regisseur Mikko Makela die verschiedenen Lebens- und Familienperspektiven des Emigranten Leevi und des Immigranten Tareq. "Ich sehe dieses Land anders als du", sagt Tareq zu Leevi an einer Stelle. "Es ist jetzt mein Zuhause." Von einer unbeschwerten Romanze inmitten einer skandinavischen Sommeridylle entwickelt sich DIE HÜTTE AM SEE so und dank seiner beiden herausragenden Hauptdarsteller Janne Puustinen und Boodi Kabbani zu einem vielschichtigen und gegenwärtigen Film über die Frage nach Herkunft und die Suche nach einer neuen Heimat.

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JAHR DES TIGERS

Ein Film von Tor Iben · DE 2017 · 85 Minuten · deutsche Originalfassung · mit Alexander Tsypilev, Julien Lickert, Michael Del Coco, Patrick G. Boll, Astrid Kohrs, Eva Nürnberg, Joko Koma · im Verleih der Edition Salzgeber

Im April 2018

Tom, ein verschlossenen junger Mann, hat zwei ungewöhnliche Hobbies: Er sammelt Tiermasken und bricht mit seinem Kumpel regelmäßig in fremde Wohnungen ein, um sie auszurauben. Bei einem Einbruch steht er plötzlich vor dem Bett des schlafenden Lars. Tom kann sich noch unbemerkt aus der Wohnung stehlen, doch ab diesem Moment ist er von dem attraktiven Geschichtsdozenten wie magisch angezogen. Er beginnt Lars heimlich zu beobachten und zu verfolgen. Gleichzeitig entwickelt Tom eine zweite Obsession zu einem Motorradfahrer, der ihm immer wieder in der Stadt begegnet. Nach und nach verirrt sich Tom in seinem eigenen Versteckspiel, in dem Fantasie und Wirklichkeit bald nicht mehr klar zu trennen sind. Bis Lars seinem Beobachter auf die Schliche kommt …

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Regisseur Tor Iben ("Wo willst du hin, Habibi?") legt seinen neuen Film als ein raffiniertes Labyrinth der Leidenschaften an, in dem Tom bei seiner Suche nach Liebe und Sex immer wieder Türen aufstößt, die in die Vergangenheit schwuler Geschichte weisen. Dazu hat Iben JAHR DES TIGERS komplett an Originalschauplätzen in Berlin gedreht: an Orten schwuler Geschichte und Identität wie den Cruising-Bereichen des Tiergartens, im Schwulen Museum* und der Szenebar Ficken 3000. Ein lustvoll historischer Film, der in und mit queerer Berliner Gegenwart spielt.

 

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Verrückt nach Cécile

Ein Film von Océane Michel & Cyprien Vial · FR 2017 · 86 Minuten · französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Océanerosemarie, Alice Pol, Michèle Laroque, Grégory Montel, Rudy Milstein, Isaac de Bankolé u.a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im März 2018

Als ihre Freundin mit ihr Schluss macht, ist Océanerosemarie nur einen Moment lang am Boden zerstört. Schließlich hat die quirlige und Party-erprobte Osteopathin eine durchgeknallte Familie und ungefähr 76 Ex-Freundinnen, die sie auf Trab halten. Doch dann lernt sie beim Joggen die bildhübsche Cécile kennen - und verliebt sich sofort Hals über Kopf. Diesmal soll alles anders werden, Cécile ist nämlich nicht nur eine Bettgeschichte, sondern wirklich "die Eine"! Océanerosemarie zieht alle Register. Aber Cécile aus der Reserve zu locken ist gar nicht so einfach, denn die Fotografin ist so ziemlich das Gegenteil von ihr: schüchtern, ein wenig ängstlich und am liebsten Zuhause. Um Céciles Herz zu gewinnen, muss sich Océanerosemarie einiges einfallen lassen - und sich fragen, was sie im Leben und einer Beziehung wirklich möchte.

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Mit hinreißenden Dialogen und viel Sinn für absurde Situationskomik spielen die französische Comedian Océanerosemarie (die zusammen mit Cyprien Vial auch das Drehbuch geschrieben und den Film inszeniert hat) und Alice Pol ein herrlich unterschiedliches Liebespaar, das sich erstmal verlieren muss, um sich dann umso leidenschaftlicher finden zu können. "Verrückt nach Cécile" ist eine schnell gespielte, herrlich erfrischende Romantic Comedy über Hirschkühe im Park, Ganzkörperverspannungen, die Tücken von Ex-Freundinnen und die Frau des Lebens.

 

 

 


 

Pihalla -
Auf zu neuen Ufern

Ein Film von Nils-Erik Ekblom · FI 2017 · 100 Minuten · finnische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit MIKKO KAUPPILA, VALTTERI LEHTINEN, SANNA MAJURI, SAMI HUHTALA, MIRJA OKSANEN, AMANDA VIROLAINEN u.a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Februar 2018

Nachdem der 17-jährige Miku bei einer Party beinahe die Wohnung seiner Eltern in Schutt und Asche gelegt hat, muss er zur Strafe für den Rest der Ferien mit ihnen ins Häuschen aufs Land. Es droht ein Sommer der Langeweile. Bis auf einmal der smarte und selbstbewusste Elias im Garten auftaucht und sich als Nachbar vorstellt. Während die Eltern mit ihren eigenen Problemen beschäftigt sind, erkunden die beiden Jungs die Gegend, hängen am See herum und trinken überteuertes Bier. Immer mehr lockt Elias den schüchternen Miku aus der sexuellen Reserve. Und dann endlich küsst er ihn! Auf einmal fühlt sich der Sommer für Miku so toll an, dass er am besten nie mehr endet …

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In seinem Spielfilmdebüt erzählt Nils-Erik Ekblom mit viel Sinn für Situationskomik und einer Fülle an skurrilen Nebenfiguren von Coming-of-Age, Coming-out und dem Zauber des ersten großen Verliebtseins. In den Hauptrollen glänzen die beiden finnischen Shooting Stars Mikko Kauppila und Valtteri Lehtinen als ungleiches Liebespaar, das zusammen zu neuen, aber nicht zwangsläufig gemeinsamen Ufern aufbricht.

 

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Beach Rats

Ein Film von Eliza Hittman · US 2017 · 95 Minuten · englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Harris Dickinson, Madeline Weinstein, Kate Hodge, Neal Huff, Nicole Flyus, Frank Hakaj u.a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Januar 2018

Sommer auf Coney Island. Der Teenager Frankie driftet durch sein Leben. Tagsüber hängt er mit seinen Freunden am Strand ab, geht trainieren und raucht Gras. Doch weder seine Macho-haften, latent aggressiven Kumpels noch Simone, mit der er eine Affäre beginnt, scheinen ihn wirklich zu interessieren. Der einzige Ort, an dem Frankie offen über seine Gefühle und sexuellen Wünsche sprechen kann, ist der anonyme Chatroom, in dem er nachts mit älteren schwulen Männern schreibt. Nach einigem Zögern beginnt er sich mit Leuten aus dem Netz zu treffen und wagt sich in die Cruising-Bereiche am Flußufer vor. Als seine Kumpels sein Geheimnis zu entdecken drohen, muss Frankie eine radikale Entscheidung treffen …

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In ihrem zweiten Spielfilm erzählt die US -amerikanische Independent-Regisseurin Eliza Hittman in düster-verträumten Bildern eine Geschichte von homosexuellem Erwachen und einer Selbstverleugnung am äußersten Rand New Yorks, an dem soziale Probleme wie Arbeitslosigkeit und Jugendkriminalität ebenso Alltag sind wie eine einseitige Vorstellung von Männlichkeit. Für ihr poetisch-realistisches Coming-of-Age-Drama, das thematisch und formal an das radikale Außenseiter-Kino Larry Clarks erinnert, wurde Hittman in Sundance gefeiert und mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet.

 

Hier geht´s zum Sissy Beitrag "Auf der Pirsch" von Frédéric Jaeger.

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Ein Date für Mad Mary

Ein Film von Darren Thornton · IR 2016 · 82 Minuten · englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Seána Kerslake, Tara Lee, Charleigh Bailey, Siobhán Shanahan, Denise McCormack · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Dezember 2017

Mary McArdle, die wegen ihres ungestümen Temperaments von allen nur Mad Mary genannt wird, kommt nach einer 6-monatigen Gefängnisstrafe zurück in ihre Heimatstadt Drogheda, einem Vorort von Dublin. Warum sie einsaß, will sie so schnell wie möglich vergessen. In der Zwischenzeit hat sich ihre beste Freundin Charlene verlobt, und Mary soll die Trauzeugin sein. Als Charlene ihr erklärt, dass sie Mary nur alleine einlädt, weil sie sowieso kein Date für die Hochzeit finden würde, ist Mary wild entschlossen ihr das Gegenteil beweisen. Doch all ihre Versuche enden in einem Desaster. Mary fühlt sich einsamer als zuvor. Bis sie die Fotografin Jess kennenlernt, die Charlene für die Hochzeit engagiert hat…

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Regisseur Darren Thornton vermählt in seinem bittersüßen Coming-of-Age-Film elegant die schwerelose Romantik des US-High-School-Kinos der 1980er ("Pretty in Pink", "Ist sie nicht wunderbar?") mit dem rauen Realismus des britischen Jugenddramas der 2000er ("Fish Tank", "Sweet Sixteen"). "Ein Date für Mad Mary" ist ein berührender Film über Freundschaft, den Abschied von den glorreichen Tagen der Jugend und den Zauber der ersten großen Liebe.

 

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Handsome Devil

ein Film von John Butler · IRE 2016 · 95 Minuten · englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Fionn O’Shea, Nicholas Galitzine, Michael McElhatton, Moe Dunford, Andrew Scott · im Verleih der Edition Salzgeber

Im November 2017

Das neue Schuljahr im Internat hat eben erst begonnen, aber der 16-jährige Ned hätte nichts dagegen, wenn es gleich wieder zu Ende wäre. Mit seiner schmächtigen Statur und seiner Vorliebe für melancholische Indie-Rockmusik passt er so gar nicht ins robuste Männerbild seiner Schule, in der alle anderen Jungs verrückt nach Rugby sind. Dass er nun auch noch sein Zimmer mit Neuankömmling und Rugby-Crack Conor teilen muss, macht die Sache nicht besser. Die beiden können sich erst mal überhaupt nicht ausstehen. Bis ihr unkonventioneller Englischlehrer Mr. Sherry Conor und Ned dazu verdonnert, gemeinsam bei einem Musikwettbewerb mitzumachen. Während sie sich beim Songschreiben besser kennenlernen, beäugen Conors Sport-Kumpel und Rugby-Coach Pascal die Freundschaft mit großem Misstrauen. Bald machen Gerüchte die Runde, Ned und Conor würden nicht nur zusammen Musik machen. Vor dem großen Rugby-Finale muss Conor entscheiden, was für eine Art Mann er sein will…

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In der Tradition von "Club der toten Dichter" variiert John Butler in seinem Regiedebüt smart und wendungsreich gleich mehrere Figuren des Internatsfilms: Der "Nerd" Ned und der "weise Lehrer" Mr. Shelby zeigen dem "Jock" Conor, dass es gar nicht so schlimm ist ein Außenseiter zu sein, wenn die Welt um einen herum reichlich homophob und engstirnig ist. Ein bewegender Coming-of-Age-Film über die Suche nach der eigenen Stimme und das Zulassen unterdrückter Gefühle, der sein Publikum vor allem mit seinen großartigen Jungschauspielern und einem hinreißendem Soundtrack für sich einnimmt.

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GOD´S OWN COUNTRY

ein Film von Francis Lee · UK 2017 · 104 Minuten, deutsche Fassung / englische OMU (in ausgewählten Kinos) · mit Josh O’Connor, Gemma Jones, Ian Hart, Alec Secareanu · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Oktober 2017

Das Leben des 24-jährigen Johnny ist karg und einsam. Er wohnt und arbeitet auf der abgelegenen Schafsfarm seiner Familie im Norden Englands. Zwischen ihm, seinem kranken Vater und der stoischen Großmutter fallen nur wenige, grobe Worte. Um seine Frustration zu betäuben, betrinkt er sich jeden Abend im nahe gelegenen Pub und hat ab und zu unverbindlichen Sex mit jungen Männern. Als im Frühjahr der gleichaltrige Saisonarbeiter Gheorghe aus Rumänien auf die Farm kommt, ist Johnny zunächst misstrauisch und mürrisch. Doch je mehr Zeit die beiden jungen Männer während der harten Farmarbeit miteinander verbringen, desto intensiver wird ihre Beziehung. Aus flüchtigen Blicken und Gesten werden Berührungen, bis sie in der Abgeschiedenheit eines Camps in den Hochmooren das erste Mal Sex miteinander haben. Johnny begehrt Gheorghe nicht nur körperlich, er fühlt bei ihm auch eine Geborgenheit, die er zuvor nicht kannte. Doch was passiert, wenn die Saison zu Ende ist und Gheorghe zurück nach Rumänien muss?

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Regisseur Francis Lee hat sein raues Regiedebüt in der eigenen Heimat gedreht: der ehemaligen Grafschaft Yorkshire, die Engländer aufgrund ihrer archaischen Landschaft auch "God’s Own Country" nennen. Inmitten einer unwirtlichen Natur, die als Abbild der anfänglichen Isolation seiner Figuren dient, erzählt Lee in realistischen Bildern von harscher Schönheit die packende Geschichte einer sexuellen und emotionalen Erweckung – und die Geschichte einer gewaltigen Liebe.

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GOD’S OWN COUNTRY hatte seine Weltpremiere in Sundance, wo der Film mit dem Regiepreis ausgezeichnet wurde. Es folgten zahlreiche weitere Festivalauftritte und Auszeichnungen, u.a. im Panorama der Berlinale (Preis der „Männer“-LeserInnen-Jury), dem Edinburgh Film Festival (Preis für den Besten Britischen Film) und dem Frameline Film Festival in San Francisco (Publikumspreis).

 

www.gods-own-country.de

 

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HERZSTEIN

ein Film von Guðmundur Arnar Guðmundsson · DK/IS 2016 · 129 Minuten · isländische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Baldur Einarsson, Blær Hinriksson, Diljá Valsdóttir, Katla Njálsdóttir u.a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im September 2017

Thor und Kristján leben in Borgarfjörður Eystri, einem abgelegenen Fischerdörfchen in Island, und sind beste Freunde. Weil Zuhause meistens dicke Luft herrscht - Thor muss sich mit seinen älteren Schwestern herumärgern, Kristján mit seinem ständig betrunkenen Vater - sind die Jungs am liebsten draußen unterwegs. Sie vertreiben sich die Zeit beim Fischefangen und beim Rumhängen auf dem Schrottplatz. Als sich Thor in die hübsche Beta verknallt, hilft Kristján ihm natürlich, dem Mädchen näher zu kommen. Doch allmählich muss sich Kristján eingestehen, dass seine Zuneigung zu Thor mehr als nur Freundschaft ist. In dem kleinen Dorf, in dem nichts lange geheim bleibt und Schwulsein noch etwas Ungeheuerliches hat, stellt das die Beziehung der beiden Jungs auf eine harte Probe...

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Der isländische Regisseur Guðmundur Arnar Guðmundsson wurde für seine Kurzfilme weltweit auf Festivals gefeiert und mit über 50 Preisen ausgezeichnet. In seinem Langfilmdebüt HERZSTEIN erzählt er von der innigen Kameradschaft zweier Jungen und vom sexuellen Erwachen, das die Freunde in unterschiedliche Richtungen führt. Die Weite der isländischen Natur, die der norwegische Kameramann Sturla Brandth Grøvlen ("Victoria") mit atemberaubenden Bildern einfängt, ist ein Fluchtraum für die Jugendlichen vor der reglementierten Welt der Erwachsenen, aber auch ein Abbild von Kristjáns Isolation. Für sein vielschichtiges Porträt einer unbändigen und zugleich schwer verletzlichen Freundschaft wurde Guðmundsson in Venedig mit dem Queer Lion geehrt.

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Die Wunde

Ein Film von John Trengove · SA/D/N/FR 2016 · 88 Minuten · mit NAKHANE TOURÉ, BONGILE MANTSAI, NIZA JAY NCOYINI u.a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im August 2017

Eastern Cape in Südafrika. Xolani, ein stiller Fabrikarbeiter, reist in ein abgelegenes Camp in den Bergen, um als Mentor an einem uralten Beschneidungsritual der Xhosa teilzunehmen. Dabei soll er sich vor allem um Kwanda kümmern, einen rebellischen Teenager aus Johannesburg. Während Kwanda in einer Hütte auf die Heilung seiner Wunde wartet, trifft Xolani heimlich seinen alten Freund Vija wieder, einen verheirateten Mann, den er nur einmal im Jahr, am Rande des Rituals sieht. Wie immer haben die beiden wilden Sex, doch diesmal gesteht Xolani dem Freund auch seine Liebe. Als Kwanda, der selbst schwul ist, hinter das Geheimnis seiner Mentoren kommt, steht Xolani vor einer folgenschweren Entscheidung.

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Bereits in seinem preisgekrönten Kurzfilm DIE ZIEGE (2014) widmete sich Regisseur John Trengove dem Ukwaluka-Beschneidungsritus seiner südafrikanischen Heimat. In seinem Spielfilmdebüt DIE WUNDE bettet er darin die Geschichte einer schwulen Liebesbeziehung ein und bricht damit gleich zwei Tabus auf einmal: Bis heute wird in weiten Teilen der südafrikanischen Gesellschaft weder über Ukwaluka noch über Homosexualität offen gesprochen. DIE WUNDE hatte seine Weltpremiere im Wettbewerb von Sundance und eröffnete zwei Wochen später das Panorama der diesjährigen Berlinale.

 

"Ritual und Begehren" von Esther Buss

 

 

 


 

Dream Boat

Ein Film von Tristan Ferland Milewski · Deutschland 2017 · 90 min · Mit Dipankar, Marek, Martin Darling, Philippe, Ramzi · Im Verleih von Real Fiction Filme

Im Juli 2017

Es regnet Männer. Sie kommen aus 89 Nationen und treiben auf einem Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer: Sonne, Meer, nackte Haut und viel Testosteron. Der Countdown läuft für sieben Tage Jagd nach Liebe, Glück und ewiger Jugend: das Versprechen des Traumschiffs für schwule Männer.

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Schon Monate vorher fiebern die Passagiere dieser Reise entgegen. Sie stählen ihre Körper, statten sich mit Push-Up-Badehosen, sexy Outfits und glamourösen Kostümen aus. Für die Männer ist die Fahrt auf dem DREAM BOAT eine Befreiung von politischen, sozialen oder inneren Restriktionen. Tag und Nacht, Zeit und Raum verschmelzen im Rhythmus der Partymusik. Im Schwebezustand dieser traumhaften Reise werden die Protagonisten umso härter mit ihrer eigenen Realität konfrontiert. Durch die paradiesische Oberfläche scheinen grundlegende Themen ihres Lebens: die Frage nach Lebensentwürfen im Alter, Familie, der Wunsch nach Zugehörigkeit, die Suche nach Selbstakzeptanz und Liebe. Sie werden mit dem Körperkult der schwulen Community konfrontiert und spüren, dass man sich auch zwischen 3.000 potenziellen Partnern ziemlich einsam fühlen kann. So wird die Urlaubsreise für manche ganz unerwartet zur inneren Odyssee, einer Reise zum eigenen Kern.

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Wir begleiten fünf Männer aus fünf Ländern, die ihrem Alltag entfliehen. Sie kommen aus Polen, Palästina, Indien, Frankreich und Österreich. Für einige von ihnen ist es gefährlich, in ihren Heimatländern so zu leben, wie sie sind. Im Dickicht athletischer Körper suchen sie nach der großen Liebe, nach Freiheit und einer erfüllten Zukunft. Wie viele Hoffnungen wird das DREAM BOAT am Ende erfüllen können?

 

"Skurril, witzig, berührend. (...) Eine Kreuzfahrt als gesellschaftliche Utopie. Ein Film, der das Herz berührt." ZDF HEUTE PLUS

 

 


 

Mein wunderbares West-Berlin

ein Film von Jochen Hick · D 2017, 95 Minuten · mit Egmont Fassbinder, Romy Haag, Peter Hedenström, Gerhard Hoffmann, René Koch, Patsy L´amour Lalove, Wilfried Laule, Dirk Ludigs, Detlef Mücke, Wolfgang Müller, Aron Neubert, Rosa von Praunheim, Salomé, Bob Schneider, Klaus Schumann, Wieland Speck, Wolfgang Theis, Udo Walz, Westbam, Wolfgang Winkler und Ades Zabel · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Juni 2017

Berlin ist heute die queere Hauptstadt Europas und Fluchtpunkt für nicht heterosexuelle Menschen aus aller Welt: offen, vielfältig und ziemlich partytauglich. Die Ursprünge dieses Freiheitsgefühls liegen ausgerechnet in der ehemaligen Mauerstadt West-Berlin. Fast alles, was wir heute als queere Berliner Institutionen kennen – vom Schwulen Museum* über die Siegessäule, das SchwuZ und den Teddy Award bis hin zu den Aids-Hilfen – wurde bereits in West-Berlin auf den Weg gebracht.

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„Mein wunderbares West-Berlin” nimmt uns mit auf eine faszinierende schwule Zeitreise: in die 50er und 60er, in denen die West-Berliner zwar noch massiv unter den Einschränkungen und Verfolgungen durch § 175 zu leiden hatten, sich aber dennoch bereits eine lebendige Subkultur mit Szene-Bars und Klubs aufbauen konnten; in die 70er, jene Zeit der bahnbrechenden Emanzipationsbewegungen und gesellschaftlichen Umbrüche; und in die 80er, die geprägt waren von einer Ausdifferenzierung queerer Lebensentwürfe, aber auch den verheerenden Folgen von Aids, die Berlin so heftig trafen wie keine andere deutsche Stadt.

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„Mein wunderbares West-Berlin” lässt prominente und weniger prominente Protagonisten zu Wort kommen: Aktivisten und Lebenskünstler, Travestie-Stars und Museumsgründer, Filmregisseure und Clubbetreiber, Modemacher und DJs. Sie erzählen von persönlichen und gesellschaftlichen Kämpfen, erinnern sich an heimliche Blicke und rauschhaften Sex, legendäre Partys und wütende Demonstrationen, leidenschaftliche Streits und ungeahnte Bündnisse. Zusammen mit zum Teil noch nie gesehenem Archivmaterial entsteht so ein faszinierendes Panorama des schwulen West-Berlins – und von dessen gesellschaftlichen Folgen für heute.

 

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DAS NEST

Eine Mini-Serie in vier Teilen von Filipe Matzembacher & Marcio Reolon · Brasilien 2016 · 4 x 26 Minuten · portugisische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · Mit Nicolas Vargas (Bruno), Sophia Starosta (Stella), Lucas Riedl (Iggy), Felipe Paes (Kin), Guilherme Bassan (Ariel) u.a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Mai 2017

Der junge Soldat Bruno desertiert von seiner Truppe, um in der brasilianischen Metropole Porto Alegre nach seinem verschollenen Bruder Leo zu suchen, den er jahrelang nicht gesehen hat. Von Leo fehlt scheinbar jede Spur, doch Bruno lernt dessen Freunde kennen: die Barfrau Stella, die Party-Kids Iggy, Ariel und Kin und deren "Generalin", die Club-Besitzerin und Drag-Queen Marlene. Bruno lässt sich immer mehr auf das wilde Treiben der Gang ein, auf sexuelle Experimente und lustvolle Exzesse, aber auch auf die merkwürdige Geborgenheit, die ihm seine neuen Freunde geben. Allmählich beginnt Bruno die Welt mit Leos Augen zu sehen. Dabei ist er seinem Bruder dichter auf den Fersen, als er glaubt.

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Filipe Matzembacher und Marcio Reolon sorgten bereits auf der Berlinale 2015 für Aufsehen, wo ihr romantisch-verwegenes Road-Movie "Beira-mar" vom Publikum gefeiert wurde. In ihrer innovativen vierteiligen Mini-Serie "Das Nest" erzählen die beiden jungen brasilianischen Regisseure mit fabelhaft unkonventionellen Laiendarsteller_innen und in kraftvoll leuchtenden Bildern von einer berührenden Brudersuche, die unverhofft zu neuen Freiheiten führt, und vom subversiven Entwurf einer alternativen Familie, die keine Formen der Ausgrenzung mehr kennt. Eine durch und durch queere Serie, die uns neidvoll auf das brasilianische Fernsehen blicken lässt, wo "Das Nest" nach einer überaus erfolgreichen Festivaltour im Sommer 2016 auch einem landesweiten Publikum präsentiert wurde.

 

Hier geht´s zum Artikel Army Of us von Toby Ashraf auf sissimag.de

 

 

 

Preise:
Outfest Los Angeles 2016 - Lobende Erwähnung

 

Festivals (Auswahl):
Outfest Los Angeles 2016
Queer Lisboa
Torino Gay and Lesbian Film Festival
Telas - Festival Internacional de Televisao de Sao Paulo
Kaleidoscope LGBT Film Festival - Little Rock 2016
Hong Kong LGBT Festival
Fringe Queer Film Festival London
Pink Life Queer Film Festival Istanbul & Ankara
Göteborg Film Festival
Mardi Gras Film Festival Sydney

 

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SIEBZEHN

Ein Film von Monja Art · Österreich 2017 · 104 Minuten · deutsche Originalfassung · mit Elisabeth Wabitsch, Anaelle Dézsy , Alexandra Schmidt, Christopher Schärf, Alexander Wychodil, Vanessa Ozinger u.a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im April 2017

Die letzten Wochen vor den Sommerferien, irgendwo in Niederösterreich. Die 17-jährige Internatsschülerin Paula ist heimlich in ihre Freundin Charlotte verliebt. Doch die ist mit Michael zusammen. Um sich von ihrem Liebeskummer abzulenken, lässt sich Paula auf ihren Schulfreund Tim ein, der selbst echte Gefühle für sie hat. Paula ahnt dabei nicht, wie oft auch Charlotte in Wahrheit an sie denkt. Und plötzlich kommt auch noch Lilli ins Spiel, die sich danach sehnt, begehrt zu werden, und selbst als wilde Verführerin auftritt. Paula muss sich entscheiden, ob sie ihren eigenen Gefühlen folgt oder denen der anderen.

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Lanzenkirchen, mon amour: Regie-Debütantin Monja Art zeigt das Teenagersein in der Provinz als Achterbahnfahrt der Gefühle und in einer Ansammlung von amourösen Minidramen. Inmitten ihres tristem Schulalltags und ausschweifender Dorfdiskobesuche sind Paula und ihre Freund_innen wie alle ganz normalen Teenager: wunderbare und obergescheite tickende Zeitbomben, die bald erwachsen und dann möglicherweise auch vernünftig sein werden. Bis dahin ist ihre größte Angst, in diesem Kaff hängenzubleiben. Draußen hört man Blasmusik, ein Mähdrescher zieht seine Bahnen, und mit etwas Glück kommt bald ein Bus.

 

 

 


 

BELOW HER MOUTH

Ein Film von April Mullen · Kanada 2016 · 92 Minuten · englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Natalie Krill, Erika Linder, Sebastian Pigott, Mayko Nguyen, Tommie-Amber Pirie, Melanie Leishman, Andrea Stefancikova u.a. · im Verleih von Weltkino und der Edition Salzgeber

Im März 2017

In Jasmines Leben läuft alles nach Plan: Sie hat einen Traumjob, einen schicken Sportwagen und einen attraktiven Verlobten. Bis sie eines Nachts bei einer Kneipentour mit ihrer besten Freundin die selbstbewusste Dallas kennenlernt und von ihr elegant aber sehr offensiv angemacht wird. Jasmine widersteht zunächst der fremden Versuchung. Aber ab jenem Moment bekommt sie diese Frau einfach nicht mehr aus ihrem Kopf und beginnt mit ihr nur wenige Tage später eine hemmungslose Affäre. Ihr hübsch eingerichtetes heterosexuelles Leben gerät immer mehr aus der Bahn - vor allem als Jasmine feststellt, dass Dallas mehr für sie ist als nur eine sexuelle Eskapade.

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Regisseurin April Mullen drehte ihren leidenschaftlichen Liebesfilm mit einer komplett weiblichen Filmcrew und konnte für die Hauptrollen das für ihren androgynen Look heiß begehrte schwedische Topmodel Erika Linder und die kanadische Tänzerin Natalie Krill gewinnen. In seiner stürmischen Sinnlichkeit und erotischen Bildsprache erinnert "Below Her Mouth" an den Cannes-Gewinner "Blau ist eine warme Farbe" und die Erfolgsserie "The L Word".

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MIT SIEBZEHN

Ein Film von André Techiné · Frankreich 2016 · 116 Minuten · deutsche Synchronfassung / Französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln (In ausgewählten Kinos) · mit Sandrine Kiberlain, Kacey Mottet Klein, Corentin Fila, Alexis Loret · im Verleih von Kool Filmdistribution

Im Februar 2017

Damien und Thomas können sich nicht leiden. Warum, weiß keiner so genau. Aber bei jeder Gelegenheit prügeln sich die beiden Jungs. Dabei könnten sie Freunde sein: Damien, der Sohn der Landärztin Marianne und eines Militärfliegers im Auslandseinsatz, und Thomas, der Adoptivsohn mit halbafrikanischen Wurzeln, der in einer Bauernfamilie auf einem abgelegenen Berghof lebt. Beide gehen in die gleiche Klasse. Als die Bäuerin einer schwierigen Schwangerschaft entgegensieht, nimmt Marianne den verschlossenen Jungen kurzerhand für eine Zeit bei sich auf, damit er es nicht so weit zur Schule hat. Damien und Thomas müssen nun unter einem Dach leben…

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"Ein beglückender Film!" (DER TAGESSPIEGEL)

"Einer der besten Filme Techinés!" (TRIBUNE DE GENÈVE)

 

 

"Zwei Meister des Naturalismus - zutiefst faszinierend!" (INDIEWIRE)

"André Techinés stärkster Film seit vielen Jahren!" (NEW YORK TIMES)

"André Techiné macht mit 73 seinen jugendlichsten Film -
eine Offenbarung!"
(VARIETY)

 

 


 

KING COBRA

Ein Film von Justin Kelly · USA 2016 · 91 Minuten · englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit James Franco, Garrett Clayton, Christian Slater , Keegan Allen, Alicia Silverstone, Molly Ringwald u.a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Januar 2017

Sean (Garrett Clayton) ist 17, sieht unwiderstehlich aus und träumt vom großen Ruhm. Als er online den Schwulenporno-Produzenten Stephen (Christian Slater) kennenlernt, nutzt er seine Chance. Erst lässt er vor der Kamera die Hosen runter, dann werden die Filmchen immer expliziter. In nur wenigen Monaten steigt Sean unter dem Namen "Brent Corrigan" zum neuen Star von Cobra Video auf. Doch der Erfolg ruft rasch Neider auf den Plan: Die Viper Boyz Joe (James Franco) und Harlow (Keegan Allen), zwei Escorts und Möchtegern-Produzenten, wollen mit Brent ein "Millionen-Dollar-Video" drehen. Als Stephen seinen Star nicht einfach so gehen lassen will, greifen die Viper Boyz zu drastischen Mitteln …

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KING COBRA basiert auf der wahren Geschichte des heute 30-jährigen Sean Paul Lockhardt, a.k.a. Brent Corrigan, dem ersten schwulen Porno-Megastar des Online-Zeitalters, die geprägt ist von der höchst ambivalenten Beziehung eines Teenagers zu einem zwielichtigen Produzenten, den knallharten Regeln des Porno-Geschäfts und grenzenloser Gier, die in einem brutalen Blutbad endet. Regisseur Justin Kelly ("I am Michael") gelingt mit seiner famosen Besetzung - James Franco, Christian Slater, Molly Ringwald, Alicia Silverstone und Disney-Channel-Boy Garrett Clayton - eine kühne Mischung aus queerem Biopic, trashigem Erotikthriller und entlarvender Porno-Satire, die dort anfängt, wo "Boogie Nights" (1997) einst endete.

 

Die DVD

 

"Nur eine wahre Geschichte kann so pervers sein!" (We Got This Covered)

"James Franco in seiner verstörendsten Rolle seit SPRING BREAKERS." (The Guardian)

"Extrem sexy, abründig und zum Brüllen komisch!" (The Wrap)

"Die schwule Antwort auf BOOGIE NIGHTS. Vermutlich der beste Film, der jemals über die US-Porno-Industrie gedreht wurde!" (Indewire)

"Ein Erotikthriller mit hochgiftigem Biss!" (We Got This Covered)

 

 


 

Departure

Ein Film von ANDREW STEGGALL · UK/FR 2015 · 109 Minuten · englisch-französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Alex Lawther, Phénix Brossard, Juliet Stevenson, Niamh Cusack, Patrice Juiff, Finbar Lynch u.a. ·
im Verleih der Edition Salzgeber

Im Dezember 2016

Spätsommer in Südfrankreich. Die Engländerin Beatrice und ihr 15-jähriger Sohn Elliot bereiten den Verkauf ihres Ferienhauses vor. Während die Mutter mit dem Ende ihrer Ehe ringt, zieht der frühreife Elliot durch die Wälder, liest Proust und schreibt seine Gedanken in ein Notizbuch. Als er den hübschen Clément beim Baden im See entdeckt, findet er plötzlich Worte für seine Sehnsucht. Trotz sprachlicher Barrieren freunden sich die beiden an. Doch Clément, ein Junge von wilder Traurigkeit, weckt nicht nur Elliots Begehren.

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Andrew Steggalls erzählt in seinem märchenhaften Regiedebüt von einem Sommer des Abschieds, mit dem eine Kindheit zu Ende geht und die Illusion einer heilen bürgerlichen Familie zerbricht. Der britische Nachwuchsstar Alex Lawther, der zuletzt als junger Alan Turning in THE IMITATION GAME glänzte, spielt Elliot als melancholischen Träumer, der leidenschaftlich nach jener Sehnsucht greift, die schon lange zuvor in der Luft lag.

 

 

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Barash

Ein Film von Michal Vinik · ISR 2015 · 85 Minuten · Hebräische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Sivan Noam Shimon, Hadas Jeid Sakuri, Dvir Bendak, Irit Pashtan u.a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im November 2016

Die 17-jährige Naama Barash lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Tel Aviv. Eines Tages taucht Dana in der Schule auf: blond, wunderschön und wilder als alle anderen. Sie zeigt Naama, wie Mädchen sich küssen und nimmt sie mit zu den verbotenen Partys. Naama rasiert sich für ihren Schwarm sogar die Haare ab. Doch Dana ist kein Mädchen, das sich nur an Eine bindet. Währenddessen ist Naamas Schwester Liora von der Basis verschwunden, auf der sie gerade ihren Militärdienst leistet. Und es gibt Gerüchte, Liora sei mit einem Araber zusammen. Wen und wie die Barash-Schwestern lieben, stellt den Zusammenhalt innerhalb ihrer Familie auf eine harte Probe.

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Michal Vinik erzählt in ihrem sinnlichen Regiedebüt von erster Liebe, Liebeskummer und der Suche nach dem eigenen Ich - und stellt die Frage, wie frei man als junge Frau im heutigen Israel leben kann. Für sein vielschichtiges Drehbuch und seine hinreißende Nachwuchsdarstellerinnen wurde BARASH auf dem Internationalen Filmfestival Haifa mit gleich drei Preisen ausgezeichnet.

 

Hier geht´s zum sissy-Beitrag „A Girl Falling In Love. A Family Falling Apart.“
von: Tania Witte sissy

DVD/VOD

 

 


 

Théo & Hugo

Ein Film von Olivier Ducastel & Jacques Martineau · FR 2016 · 97 Minuten · französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit Geoffrey Couët, François Nambot u.a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im Oktober 2016

Paris, früh am Morgen: Im tiefroten Licht eines Sexclubs begegnen sich die Körper von Théo und Hugo. Ein erster Blick, und sie begehren nur noch einander. Nach dem Sex verlassen sie zusammen den Club, laufen einfach los, reden über die Schönheit von Penissen, über den Rausch der Sinne und die große Liebe. Bis ein Detail die wilde Romantik zwischen den beiden durcheinander wirbelt …

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THÉO & HUGO wurde komplett an Originalschauplätzen gedreht und spielt in Echtzeit: Nach der furiosen und überaus expliziten Eröffnungssequenz folgt die Kamera den Figuren durch die Straßen eines fast menschenleeren Paris. Das Regiepaar Olivier Ducastel und Jacques Martineau, die bereits für die schwulen Klassiker FELIX (2000) und MEIN WAHRES LEBEN IN DER PROVINZ (2002) gemeinsam hinter der Kamera standen, landeten mit THÉO & HUGO auf der diesjährigen Berlinale einen der Überraschungshits und erhielten den Teddy-Publikumspreis. Seitdem wurde der Filme auf zahlreichen weiteren Festivals ausgezeichnet und von der französischen Presse als Kinowunder gefeiert. Die beiden Nachwuchsschauspieler Geoffrey Couët und François Nambot geben ein furchtloses und leidenschaftliches Filmdebüt.

 

Hier geht´s zum sissy-Beitrag „Utopie im Sexclub“ von: Carsten Moll sissy

DVD/VOD

 

THÉO & HUGO ist ein queeres Großstadtmärchen über Begehren auf den ersten Blick und Liebe unter besonderen Umständen.

 

 


 

VIVA

Ein Film von Paddy Breathnach · IR 2015 · 100 Minuten · spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · FSK 12 · mit Héctor Medina, Jorge Perugorría, Luis Alberto García u.a. · im Verleih der Edition Salzgeber

Im September 2016

»Finde Deine Stimme!«
Havanna, Kuba. Jesus arbeitet als Friseur in einer Travestie-Bar, würde aber viel lieber selbst auf die Bühne. Als ihm die resolute Barchefin Mama endlich die Chance dazu gibt, wird Jesus von einem Gast auf offener Bühne attackiert. Erst auf den zweiten Blick erkennt er den Mann: Es ist sein Vater Angel, den er seit 15 Jahren nicht mehr gesehen hat. Ungefragt nistet sich Angel bei seinem Sohn ein und verbietet ihm, weiter als Sängerin aufzutreten. Jesus ist hin und hergerissen: zwischen dem Wunsch, seinen Vater besser kennenzulernen, dessen aggressiven Trinkerlaunen und seinen eigenen Sehnsüchten, wieder Viva zu sein, die hingebungsvolle Diva. Erst als Jesus erfährt, warum sein Vater wirklich zurückgekehrt ist, findet er zu seiner eigenen Stimme zurück...

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VIVA, der komplett an Originalschauplätzen gedreht wurde, zeigt Havanna als pulsierende Metropole mit ausschweifendem Nachtleben, in dem das Überleben des Einzelnen aber äußerst prekär sein kann. Einfühlsam erzählt der irische Regisseur Paddy Breathnach in dieser authentischen Kulisse wie zwei denkbar unterschiedliche Männer nach langer Trennung wieder zueinander finden.

 

VIVA ist ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, sich so zu zeigen, wie man wirklich ist - oder wie man gern sein möchte. Gesungen aus tiefster Seele! VIVA war der Publikumshit in Telluride und Sundance, wurde für fünf irische Filmpreise nominiert und von Irland ins Rennen um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film geschickt.

 

Hier geht´s zum sissy-Beitrag „Aus tiefster Seele“ von Malte Göbel: sissy

DVD/VOD